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Lea Qin Messmer (Mezzosopran)

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1977 in China geboren, studierte Lea Qin von 1997 bis 2001 Gesang an der Musikuniversität in Shandong,  wo sie mit dem Bachelor of Music abschloss. 2002 führte sie ein Aufbaustudium ans Hamburger Konservatorium zu Prof. Jeanette Scovotti, 2003 wechselte sie an die Hochschule für Musik Würzburg in die Gesangsklasse von Prof. Leandra Overmann. 2006 beendete sie ihr Studium erfolgreich mit dem Diplom in Konzert und Musiktheater.

Bereits während der Studienzeit gastierte Lea Qin an der Staatsoper Hannover, sang dort unter der musikalischen Leitung von Konrad Junghänel und Johannes Harneit und arbeitete mit den Regisseuren Peter Konwitschny und Kazuko Watanabe. Mit der Hannoverschen Produktion Al gran sole carico d’amore von Luigi Nono trat sie auch beim Edinburgher International Festival auf. Am Opernstudio der Hochschule für Musik Würzburg sang sie unter anderem die Titelpartie in Carmen, Principessa (Suor Angelica), Suzuki (Madame Butterfly), Beatrice (Le Donne curiose von Ermanno Wolf-Ferrari) und die Mutter (Mavra von Igor Strawinsky).

In Spielzeit 2006/2007 gastierte sie an der Staatsoper Belgrad als Page in Salome und bei den Eutiner Festspielen als Nicklausse (Les contes d’Hoffmann).

2007 bis 2010 war Lea Qin festes Ensemblemitglied am Stadttheater Bern,u.a. mit den Partien Maddalena (Rigoletto), Neris (Medea von Luigi Cherubini), Nicklausse (Les contes d’Hoffmann), Rosina (Il barbiere di Siviglia), Hänsel (Hänsel und Gretel), Gianetta (L’elisir d’amore), Annina (Der Rosenkavalier), Hermia (A Midsummer Night’s Dream von Benjamin Britten), erste Posaune (La prova d’orchestra von Giorgio Battistelli), Kaito (Fervaal von Vincent d’Indy) und Mutter Johanna Dechantin (Dialogues des Carmelites von Francis Poulenc).

Neben ihrem Festengagement hatte Lea Qin zahlreiche Gastauftritte: u.a. an der Staatsoper Prag als Maddalena (Rigoletto), an der Staatsoper Stuttgart als Mezzosopran in Chaya Czernowins Manoalchadia und als Suzuki in Madama Butterfly bei einer großen Spanien-Tournee am Teatro Principal de Alicante, Teatro Principal Burgos, Teatro circo Albacete und Teatro Rojas Toledo.

Seit der Spielzeit 2011/2012 tritt sie am Theater Freiburg auf, ab 2012/13 als festes Ensemblemitglied mit Partien wie Floßhilde in Das Rheingold und Götterdämmerung, Roßweiße (Die Walküre), Stimme aus der Höhe (Parsifal), Venus (Orpheus in der Unterwelt), Hirtenknabe, Katze und Eichhörnchen (Das Kind und die Zauberdinge), Zweite Dame (Die Zauberflöte), Dryade (Ariadne auf Naxos), Paulina und Daphnis (Pique Dame), Ninetta (I Vespri Siciliani), in der Uraufführung der Familienoper Oskar und die Dame in Rosa als Putzfrau und Dr. Winterfeld sowie als Frugola (Il Tabarro).

Am 12. November 2012 feierte Lea Qin anlässlich der Festwoche zum 150jährigen Jubiläum der Evangelischen Marktkirche Wiesbaden großen Erfolg als Dalila in der konzertanten Aufführung von Samson et Dalila mit der Ostböhmische Staatsphilharmonie Hradec Kralove unter der Leitung von Thomas Frank.

Im Februar 2014 gastierte Lea Qin als Dorabella in Così fan tutte an der Singapore Lyric Opera.

Die Mezzosopranistin Lea Qin ist auch eine gefragte Lied- Konzert- und Oratoriensängerin. Ihr Konzertrepertoire umfasst die großen Messen, Passionen und Oratorien von Bach und Händel, Mendelssohn, Mozart, Rossini, Dvoràk, Verdi u. a. Ihre Konzerttätigkeit führt sie in bedeutende Konzertsäle und Kirchen in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Spanien, Tschechien und China. 2010 sang sie  das Alt-Solo in Gustav Mahlers  2. Symphonie Konzert am Mainfrankentheater Würzburg sowie in Verdis Messa da Requiem an der Pfarrkirche St. Elisabeth Fulda und in Tschechien, im April 2014 war sie an der Marktkirche Wiesbaden mit dem  Alto-Solo in der Johannes-Passion von Bach zu hören. Hier wird sie 2014/2015 – ebenfalls unter der musikalischen Leitung von Thomas J. Frank – als Solistin in Ein deutsches Requiem von Brahms und Mendelssonhns Paulus auftreten.